Wie der Test funktioniert
Wähle 10, 20 oder 30 Ziele und starte den Test. In der Mitte des Bildschirms erscheint ein rundes Ziel. Wenn du es triffst, beginnt der Durchgang, und dieser erste Treffer wird nicht gemessen: So liegt deine Hand schon auf dem Ziel und nicht auf dem Startknopf. Danach taucht jedes Ziel an einer zufälligen Stelle auf, meist mindestens zwei Zielbreiten vom vorigen entfernt (auf einem kleinen Bildschirm im Querformat auch näher), und seine Uhr startet mit dem Frame, der es auf den Bildschirm zeichnet. Sie stoppt in dem Moment, in dem dein Finger aufsetzt oder deine Maustaste auf dem Ziel nach unten geht.
Ein Druck an irgendeine andere Stelle des Bildschirms ist ein Fehlklick. Das Ziel bewegt sich nicht und seine Uhr läuft weiter, ein Fehlklick kostet dich also die Zeit zum Korrigieren und geht in deine Trefferquote ein. Nach dem letzten Ziel zeigt der Bildschirm deinen Schnitt und einen Knopf „Ergebnis ansehen“. Die Ergebniskarte nennt dann die durchschnittliche Zeit pro Ziel, das schnellste und das langsamste Ziel, deine Trefferquote und deinen Rekord für diese Anzahl an Zielen auf diesem Gerät.
Die Ziele sind immer 64 Pixel breit, am Handy genauso wie an einem Monitor mit 27 Zoll, damit sich die Aufgabe nicht mit dem Bildschirm ändert. Wechselst du den Tab oder sperrt sich das Handy, pausiert der Durchgang und das Ziel auf dem Bildschirm zählt nicht; tippe irgendwohin, und ein neues erscheint. Mit Esc oder dem Knopf × steigst du ohne Ergebnis aus.
Was das Ergebnis bedeutet
Die Zeit pro Ziel besteht aus zwei Teilen: der Reaktion auf ein Ziel, das gerade aufgetaucht ist, die bei den meisten Menschen 200 bis 300 ms dauert, und der Bewegung dorthin. Der Bewegungsanteil wächst mit der Entfernung und schrumpft mit der Größe des Ziels, ein Zusammenhang, den die Ergonomie als Fitts' Gesetz kennt. Deshalb liefert ein großer Monitor mit langsam eingestellter Maus längere Zeiten als ein kleiner Bildschirm mit derselben Maus, und deshalb ist das Ergebnis als ungefähr gekennzeichnet. Bildschirm, Maus oder Touchscreen und Browser legen wie beim Reaktionszeit-Test noch ein paar bis einige Dutzend Millisekunden obendrauf.
- Unter 400 ms mit Maus. Schnell und präzise. Typisch für Leute, die regelmäßig Shooter spielen.
- 400 bis 650 ms. Der übliche Bereich für die ersten Durchgänge mit Maus.
- Trefferquote unter 90 %. Du tauschst Genauigkeit gegen Tempo. Werde ein wenig langsamer; der Schnitt wird dadurch meist besser, nicht schlechter.
- Ein großer Abstand zwischen schnellstem und langsamstem Ziel. Ein paar Ziele weit draußen in den Ecken sind normal. Viele langsame bedeuten, dass du den Zeiger aus den Augen verlierst oder die Maus springt.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Wer in Counter-Strike oder Valorant einen Gegner am Bildschirmrand erwischen will, braucht genau diese Mischung aus Reaktion und schneller, sauber abgebremster Handbewegung. Der Test misst sie ohne Spiel, Netzwerk und Ping dazwischen.
So bekommst du ein verlässliches Ergebnis
Nimm das Setup, das du messen willst, und halte es gleich: dieselbe Maus, dieselbe Empfindlichkeit, dieselbe Größe des Browserfensters. Der Vollbildmodus gibt den meisten Platz und die ehrlichsten Wege. Sitz so, wie du spielst, mit aufgelegtem Handgelenk oder Unterarm, und mach einen Durchgang zum Aufwärmen. Schalte die Zeigerbeschleunigung aus („Zeigerbeschleunigung verbessern“ in den Mauseinstellungen von Windows), wenn du deine Werte mit anderen vergleichen willst. Dreißig Ziele ergeben einen stabileren Schnitt als zehn, ein einzelnes Pechziel fällt dann weniger ins Gewicht.
Wenn das Gerät im Weg ist
Springt, ruckelt oder stockt der Zeiger während des Tests, liegt das Problem eher an der Maus als an deiner Hand. Der Maus-Test zeigt die Abfragerate und erkennt Doppelklicks eines abgenutzten Schalters, und der Bildwiederholraten-Test zeigt, ob der Browser wirklich mit der Frequenz zeichnet, die dein Monitor verspricht. Eine kabellose Maus mit schwachem Akku oder weit entferntem Empfänger, ein verschmutzter Sensor oder ein glänzender Schreibtisch können den Zeiger hinter der Hand herhinken lassen. Am Handy können eine Schutzfolie oder ein feuchter Finger Berührungen verspätet oder an der falschen Stelle ankommen lassen; der Touchscreen-Test zeigt, ob jeder Bereich des Bildschirms reagiert.
Häufige Fragen
Was ist ein guter Wert im Aim-Test?
Mit Maus am Computer kommen die meisten in den ersten Durchgängen auf 450 bis 650 ms pro Ziel, geübte Shooter-Spieler schaffen weniger als 400 ms. Am Handy sehen die Zahlen anders aus, weil der Finger keinen Zeiger über den Bildschirm ziehen muss. Die Trefferquote zählt genauso viel wie das Tempo: Ab 95 % zielst du wirklich und klickst nicht einfach drauflos.
Warum ist mein Ergebnis am Handy so anders als am Computer?
Es sind zwei verschiedene Aufgaben. Der Finger landet direkt auf dem Ziel, die Maus dagegen bewegt einen Zeiger, den du auf dem Ziel abbremsen musst, und der Weg dorthin hängt von der Größe des Monitors und der Mausempfindlichkeit ab. Ein Handybildschirm ist außerdem kleiner, die Ziele liegen also näher beieinander. Vergleiche Ergebnisse am selben Gerät und mit denselben Mauseinstellungen.
Macht ein Fehlklick meine Zeit schlechter?
Nicht direkt. Ein Druck neben das Ziel zählt als Fehlklick, das Ziel bleibt, wo es ist, und seine Uhr läuft weiter. Ein Fehlklick kostet also die Zeit, die du zum Korrigieren brauchst. Außerdem senkt er deine Trefferquote, die neben dem Schnitt und im Teilen-Text steht, wildes Klicken lohnt sich also nicht.
Ändern Mausempfindlichkeit oder DPI das Ergebnis?
Ja. Eine sehr niedrige Empfindlichkeit macht lange Wege langsam, eine sehr hohe lässt dich übers Ziel hinausschießen und nachkorrigieren. Auch die Zeigerbeschleunigung von Windows oder macOS ändert, wie weit der Zeiger bei derselben Handbewegung wandert. Nimm die Einstellungen, mit denen du wirklich spielst, und lass sie zwischen den Durchgängen gleich, sonst misst du die Einstellungen und nicht dein Zielen.
Wird mein Aim-Ergebnis gespeichert?
Nur dein bester Schnitt je Anzahl der Ziele, im lokalen Speicher deines Browsers auf diesem Gerät. Nichts wird irgendwohin geschickt, und eine Bestenliste gibt es nicht. Löschst du die Website-Daten, ist der Wert weg. Ein privates Fenster sieht ihn nicht, und ein Rekord aus einem privaten Fenster geht verloren, sobald du es schließt.