Wie der Test funktioniert
Tippe auf Raster starten: Die Seite geht ins Vollbild und füllt sich mit einem Raster aus dunklen Zellen. Zieh den Finger in beliebigem Muster über den Bildschirm; jede Zelle, durch die er läuft, wird gelb. Der Zähler in der Ecke zeigt, wie viel Prozent schon abgedeckt sind. Der Durchgang endet von selbst, sobald jede Zelle ausgemalt ist, oder wenn du auf das × tippst. Die wenigen Zellen unter diesem Knopf zählen nicht mit, weil ein Finger dort den Knopf trifft statt zu malen. Es gibt kein Zeitlimit, und außer der Zellengröße ist nichts einzustellen.
Beginne jeden Strich innerhalb der Fläche und zieh nach außen, um die Ränder zu erreichen. Ein Wischer, der direkt an der Glaskante anfängt, ist auf den meisten Handys eine Systemgeste (zurück, Startbildschirm, Benachrichtigungen) und verlässt die Seite, statt zu malen.
Das Raster wird aus der tatsächlichen Größe deines Bildschirms gebaut, sobald der Test öffnet: Ein Handy im Hochformat bekommt ein hohes Raster, ein Tablet im Querformat ein breites. Drei Zellengrößen stehen zur Wahl. Große Zellen kommen der Breite einer Fingerkuppe nahe und geben einen schnellen Überblick. Mittlere und kleine Zellen sind zum Aufspüren schmaler Streifen da: Ein Touch-Panel ist ein Gitter aus waagerechten und senkrechten Sensorleitungen, und wenn eine einzige davon ausfällt, ist der tote Bereich nur wenige Millimeter breit. Zwischen großen Zellen rutscht er durch, mit kleinen lässt er sich nicht ausmalen.
Schnelle Wischer sind sauber gelöst. Browser melden die Fingerposition nur einmal pro Frame, ein zügiger Strich kann also zwischen zwei Meldungen mehrere Zellen überspringen. Der Test füllt die gerade Linie dazwischen auf, denn genau das hat dein Finger getan. Eine Zelle, die dunkel bleibt, nachdem du langsam darübergefahren bist, ist deshalb eine echte Lücke und kein Meldefehler.
Alles passiert in deinem Browser. Die Seite liest Touch-Ereignisse, dieselben, die jede Website beim Scrollen bekommt, und zeichnet auf ein Canvas. Keine Berührungsdaten verlassen das Gerät, und gespeichert wird nichts.
Was das Ergebnis bedeutet
Die Ergebniskarte zeigt den Anteil der Zellen, den dein Finger ausmalen konnte, und die Kontextzeile sagt dir, wie viele Zellen das waren und in welcher Größe. Lies sie zusammen mit dem, was du auf dem Bildschirm gesehen hast:
- 100 % abgedeckt. Jeder Teil des Digitizers hat mindestens eine Berührung gemeldet. Bei dieser Zellengröße hat das Panel keine dauerhafte tote Zone.
- Ein paar dunkle Zellen, die du beim besten Willen nicht ausmalen konntest. Das ist eine tote Zone. Merk dir ihre Lage: Ränder und Ecken sprechen für Folie, Hülle oder einen gerissenen Digitizer nahe am Rahmen; ein Streifen quer über den ganzen Bildschirm spricht für eine ausgefallene Sensorleitung im Panel.
- Eine ganze äußere Zeile oder Spalte, die bei jedem Durchgang dunkel bleibt. Das ist meistens das Betriebssystem und nicht das Panel: Handys reservieren die äußersten Millimeter für ihre eigenen Gesten und reichen diese Berührungen nie weiter. Auf einem iPhone füllt der Test die Browserseite statt des ganzen Bildschirms, der Streifen unter dem Home-Indikator gehört also gar nicht zum Raster.
- Zellen, die nur bei festem Druck oder ganz langsam reagieren. Dort verliert das Panel an Empfindlichkeit. Das geht einer vollständigen toten Zone oft um ein paar Wochen voraus.
- Zellen, die aufleuchten, bevor dein Finger sie erreicht. Das sind Ghost Touches, ein anderer Fehler. Nimm dafür den Ghost-Touch-Test, der sie mit Zeitpunkt protokolliert.
Der Prozentwert ist nur so ehrlich wie dein Wischen. Eine übersprungene Zelle mitten in einer sauberen Fläche ist in der Regel eine übersprungene Zelle und kein Defekt; fahr noch einmal darüber, bevor du dich festlegst.
Was du gegen eine tote Zone tun kannst
Nimm zuerst alles weg, was zwischen Finger und Glas liegt: die Schutzfolie, eine Magnethülle, eine nasse oder schmutzige Oberfläche. Starte das Gerät neu, ohne dass etwas eingesteckt ist, denn ein defektes Netzteil oder Kabel kann Störungen in den Digitizer einkoppeln und genau dieses Symptom auslösen, besonders bei billigen Ladegeräten. Verschwindet die tote Zone nach dem Neustart oder nach dem Ausstecken, ist das Panel in Ordnung.
Bleibt die Zone, prüfe, ob sie wandert. Ein toter Bereich, der immer an derselben Stelle sitzt, ist Hardware: ein beschädigter Digitizer, ein gelöstes Flexkabel nach einem Sturz oder ein Haarriss, den du nicht siehst. Software repariert das nicht. Ein toter Bereich, der mit Wärme, mit einer bestimmten App oder mit einer bestimmten Haltung kommt und geht, ist vor jeder Reparatur ein Werksreset und ein Systemupdate wert.
Einen Digitizer zu tauschen heißt bei modernen Handys fast immer, die komplette Bildschirmeinheit zu tauschen, weil die Touch-Schicht mit dem Display verklebt ist. Hol dir einen Kostenvoranschlag, bevor du dich entscheidest; bei einem Mittelklassegerät kann er nah am Zeitwert des Handys liegen.
Wann du zurückgeben oder die Gewährleistung nutzen solltest
Teste ein neues Handy oder Tablet am ersten Tag, mit kleiner Zellengröße und bevor du eine Folie aufklebst. Eine tote Zone auf einem neuen Gerät ist ein Produktionsfehler. Bei einem Kauf im Internet, etwa bei Amazon.de oder im Onlineshop von Media Markt oder Saturn, hast du 14 Tage Widerrufsrecht und schickst das Gerät ohne Begründung zurück; das ist deutlich einfacher als jeder spätere Fall. Danach greift die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gegenüber dem Händler, bei dem du gekauft hast, nicht gegenüber dem Hersteller: In den ersten zwölf Monaten muss der Händler beweisen, dass das Gerät bei der Übergabe in Ordnung war. Für die Reklamation machst du einen Screenshot vom fertigen Raster, bevor du auf × tippst, notierst die Zellengröße und beschreibst, wo die dunklen Zellen liegen. Eine reproduzierbare tote Zone ohne Riss im Glas ist ein Sachmangel; ein gerissener Digitizer nach einem Sturz ist keiner, und Werkstätten sehen den Unterschied unter dem Mikroskop.
Häufige Fragen
Was ist eine tote Zone auf einem Touchscreen?
Eine tote Zone ist ein Bereich des Panels, in dem der Digitizer, also die Schicht, die deinen Finger erkennt, keine Berührungen mehr meldet. Das kann ein schmaler Streifen sein, eine Ecke oder ein Fleck in der Mitte. Apps verhalten sich dort seltsam: Eine Taste auf der Tastatur schreibt nicht, ein Knopf braucht mehrere Versuche, oder eine Wischgeste bricht mittendrin ab. Dieser Test macht die Zone sichtbar als Zellen, die nie aufleuchten.
Der Test zeigt 100 %, aber mein Bildschirm spinnt trotzdem. Warum?
Die Abdeckung sagt dir nur, dass jede Zelle mindestens einmal reagiert hat. Ein Bildschirm kann den Test bestehen und trotzdem Fehler haben, die kommen und gehen: Berührungen, die nur mit Druck ankommen, ein Streifen, der aussetzt, sobald das Handy warm wird, oder Ghost Touches, die von selbst auslösen. Wiederhole den Test nach zehn Minuten Nutzung, nimm die kleine Zellengröße und benutze für Eingaben, die von allein passieren, den Ghost-Touch-Test.
Welche Zellengröße soll ich nehmen?
Fang mit großen Zellen an: Sie sind etwa so breit wie eine Fingerkuppe, ein normaler Wischer deckt sie mühelos ab und ein Durchgang dauert unter einer Minute. Wechsle auf kleine Zellen, wenn du einen schmalen toten Streifen vermutest. Fällt eine einzelne Sensorleitung im Digitizer aus, bleibt ein nur wenige Millimeter breiter Streifen übrig, der sich zwischen großen Zellen versteckt, mit kleinen Zellen aber als nicht ausmalbare Linie auffällt.
Beeinflussen eine Schutzfolie oder eine Hülle das Ergebnis?
Ja, das können sie. Eine dicke oder schief aufgeklebte Panzerglasfolie, Luftblasen darunter und eine Hülle mit hohem Rand senken die Empfindlichkeit, meistens in den äußeren Millimetern des Bildschirms. Wenn nur die Randzellen dunkel bleiben, nimm die Folie ab und wiederhole den Test, bevor du dem Panel die Schuld gibst.
Kann dieser Test den Touchscreen beschädigen?
Nein. Der Test hört nur die Touch-Ereignisse mit, die dein Browser ohnehin erzeugt, sobald du scrollst oder tippst. Es wird nichts auf das Gerät geschrieben, keine Einstellung geändert und keine Kalibrierung ausgeführt. Du kannst ihn so oft laufen lassen, wie du willst.