Wie der Test funktioniert
Tippe auf Kamera starten, und der Browser fragt nach Zugriff auf die Kamera; vorher geht sie nicht an. Danach erscheint die Vorschau im dunklen Panel, und der Chip darüber meldet, was die Kamera liefert: die Bildgröße in Pixeln und die im letzten Sekundenfenster gezählte Bildrate. Über den Knöpfen wechselst du zwischen Kameras, etwa zwischen Front- und Rückkamera eines Handys oder zwischen eingebauter und externer Webcam; ein Wechsel mitten im Durchgang beendet ihn und startet einen neuen auf der gewählten Kamera. Spiegeln klappt die Vorschau waagerecht um, was für eine Frontkamera die natürliche Ansicht ist, und Foto speichert den aktuellen Frame als PNG-Datei auf deinem Gerät. Der kleine Knopf in der Ecke der Vorschau öffnet sie im Vollbild; Esc, der Schließen-Knopf oder ein Wischer nach unten bringen dich zurück.
Der Stream bleibt dabei im Browser. Er wird nicht aufgezeichnet: Das Videoelement zeigt ihn, der Framezähler beobachtet ihn, und erst wenn du selbst auf Foto tippst, wird ein einzelner Frame auf ein Canvas im Tab gezeichnet und als Datei auf dein Gerät gelegt. Es wird nichts übertragen; die Notiz Lokal von Grund auf an der Seite sagt genau das.
Die Bildrate wird gemessen und nicht von einem Datenblatt abgelesen. Die Seite zählt jeden Frame, den der Browser von der Kamera darstellt, und meldet Frames pro Sekunde; während des Durchgangs zeigt der Chip die letzte Sekunde, das Ergebnis den Durchschnitt über den ganzen Durchgang. Weil der Wert vom Licht, vom Modus der Kamera und von der Auslastung des Rechners abhängt, ist er als Näherungswert gekennzeichnet. Ein Browser, der dargestellte Frames nicht melden kann, zeigt statt einer Zählung die Rate an, die die Kamera selbst angibt.
Was das Ergebnis bedeutet
Die Karte zeigt die mittlere Bildrate des Durchgangs und darunter die Auflösung mit ihrem geläufigen Namen (720p, 1080p), den Namen der Kamera und die Dauer der Vorschau. Die Zahlen beschreiben, was die Kamera unter deinen Testbedingungen geliefert hat, und so liest du sie.
- 1280 × 720 bei 30 fps ist das Arbeitsminimum für Videokonferenzen; die meisten eingebauten Notebookkameras liefern genau das.
- 1920 × 1080 bei 30 fps ist das, was externe Webcams mit dem Etikett Full HD bei gutem Licht und direkter USB-Verbindung erreichen sollten.
- Eine Bildrate deutlich unter der Angabe, etwa 15 fps bei einer 30-fps-Kamera, heißt meistens wenig Licht oder ein Energiesparmodus; teste noch einmal mit einer Lampe, die dich anleuchtet.
- Eine Auflösung unter der Angabe deutet auf ein USB-Bandbreitenlimit, auf eine andere App, die die Kamera hält, oder auf eine Deckelung durch den Browser auf dem Handy.
Sieh dir neben den Zahlen auch das Bild an. Farbstiche, ein Bild, das heller und dunkler pulsiert, oder Streifen unter Kunstlicht sind Belichtungs- und Flimmerprobleme; sie lassen sich oft in der Software der Kamera beheben, indem du die Netzfrequenz passend einstellst (50 Hz in Deutschland). Ein weiches Bild, das durch kein Licht besser wird, ist eine verschmutzte oder verkratzte Linse oder ein verstellter Fokus.
Was du tun kannst, wenn etwas nicht stimmt
Bleibt die Vorschau schwarz, prüfe zuerst die Sichtschutzblende oder die LED, die viele Webcams haben, dann die Kamera-Berechtigung des Betriebssystems für den Browser (unter Windows in den Datenschutzeinstellungen, unter macOS unter Datenschutz und Sicherheit, auf dem Handy in den Website-Berechtigungen) und danach, ob eine andere App die Kamera hält, etwa eine offen gebliebene Videokonferenz. Die meisten Webcams lassen nur eine App gleichzeitig zu. Probier jedes Gerät aus der Liste durch; ein Notebook an einer Dockingstation listet manchmal eine Kamera, die gar nicht angeschlossen ist. Lade danach die Seite neu und starte von vorn.
Sind Auflösung oder Bildrate niedriger als erwartet, steck die Kamera direkt an einen USB-Anschluss des Rechners statt an einen Hub oder einen Monitor, schließe andere Kamera-Apps und sorge für Licht. Auf dem Handy schließt du andere Apps, die die Kamera kurz zuvor benutzt haben. Steht das Bild auf dem Kopf oder ist es gedreht, hat die Software der Kamera oder das Betriebssystem in der Regel eine Einstellung dafür; der Browser zeigt die Frames so, wie sie ankommen.
Wann du zurückgeben oder die Gewährleistung nutzen solltest
Eine neue Webcam, die an keinem Anschluss erkannt wird, bei gutem Licht und direkter Verbindung eine Auflösung weit unter ihrer Angabe liefert oder im Foto tote Zeilen, hell hängende Pixel oder einen dauerhaften Farbstich zeigt, ist mangelhaft. Bei einer Onlinebestellung bei Amazon.de, Media Markt oder Saturn nutzt du dafür am einfachsten die 14 Tage Widerrufsrecht und schickst sie ohne Begründung zurück; danach hast du zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Händler, über den auch Austausch und Reparatur laufen. Speichere hier ein Foto, auf dem der Fehler zu sehen ist, und notiere Auflösung und Bildrate aus dem Ergebnis; beides belegt die Reklamation. Eine niedrige Bildrate in einem dunklen Zimmer, ein weicheres Bild als bei einer Handykamera und das Rauschen eines kleinen Sensors bei Nacht sind Grenzen dieser Geräteklasse und keine Mängel.
Häufige Fragen
Wird das Video an einen Server gestreamt?
Nein. Der Kamerastream geht vom Browser direkt in das Videoelement dieser Seite und sonst nirgendwohin. Die Bildrate wird aus den Frames gezählt, die der Browser darstellt, die Auflösung wird am Videoelement abgelesen, und ein Foto wird auf einem Canvas im Tab gezeichnet und dir als Datei übergeben. Es wird nichts übertragen; du kannst das im Netzwerk-Tab deines Browsers nachprüfen, während die Vorschau läuft.
Die Vorschau zeigt 640 × 480, meine Kamera kann aber 1080p. Warum?
Die Seite fragt 1920 × 1080 als Wunsch an, und der Browser handelt den besten Modus aus, den Kamera und System zulassen. Manche Kameras liefern ihre volle Auflösung nur über USB 3, manche Notebooks deckeln die eingebaute Kamera, wenn eine andere App sie geöffnet hat, und Browser auf dem Handy wählen zum Stromsparen gern einen niedrigeren Modus. Schließe andere Apps, die die Kamera benutzen, steck eine USB-Kamera direkt an den Rechner statt an einen Hub und starte den Test neu.
Warum zeigt die Bildrate 24 oder 15 statt 30?
Webcams senken ihre Bildrate bei wenig Licht, damit jeder Frame mehr Licht sammeln kann; 15 fps in einem Zimmer am Abend sind also normal und steigen mit eingeschalteter Lampe auf 30. Manche Kameras sind in ihrer höchsten Auflösung auf 24 oder 25 fps begrenzt. Der Wert hier wird aus den dargestellten Frames über den ganzen Durchgang gezählt und ist ein Näherungswert: Ein ausgelasteter Rechner oder ein Energiesparmodus des Browsers kostet leicht ein bis zwei Frames.
Sollte die Vorschau gespiegelt sein?
Bei einer Frontkamera fühlt sich die gespiegelte Vorschau natürlich an, weil sie sich bei jeder Bewegung wie ein Spiegel verhält; genau deshalb spiegeln Videokonferenz-Apps dein eigenes Bild, senden den anderen aber das ungespiegelte. Bei einer Rückkamera oder einer Dokumentenkamera schaltest du das Spiegeln besser aus, damit Text richtig herum lesbar ist. Das Foto übernimmt die aktuelle Einstellung, schalte das Spiegeln also aus, bevor du etwas Beschriftetes fotografierst.
Das Foto ist dunkel oder unscharf, obwohl die Vorschau gut aussah.
Ein Foto ist ein einzelner Frame in voller Sensorauflösung, während die Vorschau verkleinert ist und Rauschen optisch glättet. Wenig Licht erzeugt in Einzelframes Körnung und Bewegungsunschärfe; sorge für Licht von vorn, halt einen Moment still und probier es noch einmal. Ist das Bild überall weich, wisch die Linse sauber und prüfe, ob die Kamera einen Fokusring oder eine halb vorgeschobene Sichtschutzblende hat.